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Dolby Atmos im Heimkino: 5.1.2, 5.1.4 und 7.1.4 verständlich erklärt

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Dolby Atmos im Heimkino: 5.1.2, 5.1.4 und 7.1.4 verständlich erklärt

Bei Dolby Atmos kommt zur horizontalen Surround-Ebene eine Höhenebene hinzu. Die Bezeichnung 5.1.2 beschreibt dabei nicht „acht gleichartige Lautsprecher“, sondern fünf Lautsprecher auf Ohrhöhe, einen Subwoofer und zwei Höhenkanäle.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Was bedeuten die drei Zahlen?
  2. 5.1.2: sinnvoller Einstieg
  3. 5.1.4: vier Höhenpositionen
  4. 7.1.4: mehr Auflösung auch hinter dem Hörplatz
  5. Decke, Height oder Upfiring?
  6. Atmos beginnt nicht mit den Höhenlautsprechern
  7. Atmos bei Soundbars ist ein anderes Konzept
  8. Fazit

Was bedeuten die drei Zahlen?

Die erste Zahl beschreibt die normalen Ohrhöhen-Kanäle wie Front, Center und Surround. Die zweite Zahl steht für den oder die Subwoofer. Die dritte Zahl nennt die Höhen- beziehungsweise Overhead-Kanäle. 5.1.4 besitzt also fünf Ear-Level-Kanäle, einen Subwoofer und vier Höhenkanäle.

5.1.2: sinnvoller Einstieg

Zwei Höhenkanäle können die vertikale Dimension bereits deutlich erweitern. Das Layout ist interessant, wenn der Receiver nur sieben Endstufen besitzt oder Deckeninstallation und Budget begrenzt sind. Der Hörbereich bleibt jedoch in der Höhenebene weniger fein aufgelöst als bei vier Kanälen.

Visualisierung von Schallanteilen über dem Hörplatz bei Dolby Atmos
Atmos ergänzt die horizontale Ebene um definierte Höhenkanäle; die genaue Position hängt vom gewählten Layout ab.
Dolby Atmos im Heimkino: 5.1.2, 5.1.4 und 7.1.4 verständlich erklärt

5.1.4: vier Höhenpositionen

Mit vier Höhenlautsprechern lässt sich Bewegung von vorne nach hinten oberhalb des Hörplatzes klarer abbilden. Das System benötigt allerdings mehr Endstufen beziehungsweise verarbeitete Kanäle und eine Raumgeometrie, in der sich die zusätzlichen Positionen sinnvoll realisieren lassen.

7.1.4: mehr Auflösung auch hinter dem Hörplatz

Hier kommen zu vier Höhenkanälen zwei zusätzliche Rear-Surrounds auf Ohrhöhe. Das lohnt, wenn hinter dem Sofa genügend Abstand vorhanden ist. Direkt an der Rückwand ist ein kleineres Layout häufig einfacher sauber umzusetzen.

Decke, Height oder Upfiring?

Direkte Decken- oder passend montierte Höhenlautsprecher geben den Schall gezielt aus der vorgesehenen Richtung wieder. Upfiring-Module nutzen Reflexionen an der Decke und reagieren deshalb stärker auf Deckenhöhe, Material und Geometrie. Sie können eine praktikable Lösung sein, sind aber nicht in jedem Raum gleich wirksam.

Atmos beginnt nicht mit den Höhenlautsprechern

Die Front-, Center- und Surround-Ebene muss zuerst stimmen. Schlecht platzierte Basislautsprecher werden durch vier zusätzliche Höhenkanäle nicht repariert. Deshalb zuerst das Grundlayout festlegen, dann Höhenpositionen nach dem vorgesehenen Dolby-Schema planen und anschließend einmessen.

Atmos bei Soundbars ist ein anderes Konzept

Soundbars können Upfiring-Treiber und Virtualisierung verwenden. Das ist platzsparend, aber nicht mit einem frei positionierbaren 5.1.4-Lautsprechersystem gleichzusetzen. Mehr dazu unter Dolby Atmos bei Soundbars.

Kurz zusammengefasst

Fazit

5.1.2 ist ein guter Einstieg, 5.1.4 erweitert die Höhenabbildung deutlich und 7.1.4 benötigt zusätzlich Platz für hintere Surrounds. Die sinnvollste Konfiguration ist diejenige, deren Lautsprecher geometrisch korrekt und dauerhaft wohnzimmertauglich platziert werden können.

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